Streuobstwiese

Im November 2015 legten wir gemeinsam mit den Workshopteilnehmern vom den Seitentrieben eine Streuobstwiese an. Zumglück wurden die 80 Löcher von einen Bobcut vorgebort. Wir legten ein in Hasendraht gegen die Wühlmäuse in die Pflanzlöcher. Referent Volker Croy erklärt wie die geschnitten und gepflanz werden. Anschließen wurden die Obst und Nussbäume kräftig angegossen damit die Wurzeln auch alle mit Erde umspült sind.

traditionelles Roggen ernten

Endlich ist es so weit der erste eigene Roggen, will geerntet werden, doch ohne eigenen Mähdrescher. So bedarf es vieler Menschen die mithelfen, damit der Roggen auch ohne Maschine geerntet werden kann. Wie Früher benötigen wir Leute die Sensen und welche die hinterher gehen und die Garben binden, damit diese dann zum trocknen als Puppen aufgestellt werden können. Natürlich soll nicht nur gearbeitet werden, wir wollen gemeinsam ein Erntefest feiern: eine Tafel mit vielen Leckereien wird es geben, außerdem wird gegrillt. Um Getränke, Brot kümmern wir uns.

Wenn der Roggen in ca. 14 Tage getrocken ist, wird in einer Dreschmaschine die Spreu vom Roggen getrennt, anschließen könnt ihr gern bei uns den Roggen z.B. zum Brotbacken, abholen.

Nach dem Motto: Gemeinsam ernten, gemeinsam die Ernte teilen.

Wie kommt das Wasser in den Teich?

Die Wolken haben sich langsam verzogen und die ersten Teilnehmer trudeln ein. „Sind wir hier richtig? Findet hier der Workshop statt? Oh, ja, da ist ein Teich, die graben ja noch!“.
Sobald sich alle gefunden haben, beginnen wir mit einer kurzen Einführungsrunde, besondere Anliegen und Interessen können geäußert werden. Es variiert von Fragen zum Teichbau bis hin zu ökologischem Nutzen für Tiere und Pflanzen. Anschließend begeben wir uns zu einer kleinen Exkursion. Durch einige Nadelbäume, den Hang hinauf, erreichen wir den höchsten Punkt des Geländes und bewundern die vielen letztjährig gepflanzten Obstbäume. Allerdings stellen wir fest, dass der Boden unter uns recht trocken und teilweise steinig ist.
Die Referentin Ulrike Meißner, welche uns durch den Tag führt, stellt uns drei scheinbar einfache Fragen: Wo kommt das Wasser her? Wo fließt es hin? Und wie könnte man es an dieser Stelle speichern?
Natürlich kommt das Wasser in Regenform von oben, darüber hinaus aber scheint es im Gelände keine anderen Wasserzuflüsse oder Quellen zu geben. Wir widmen uns der nächsten Frage und betrachten den Boden noch einmal genauer. Das Ursprungsgestein scheint sehr flach anzuliegen, sodass es wenig Oberbodenschicht gibt, welche das Wasser speichern könnte. Somit fließt das Wasser also nahezu ungebremst hangabwärts in alle Richtungen. Wir nähern wir uns der dritten und letzten Frage, der Speicherung des Wassers an dieser Stelle. Eine Idee ist, Planen zwischen den Obstbäumen zu spannen und deren gesammeltes Wasser in eine Regentonne ableiten, außerdem wäre dieser Ort sinnvoll für einen Schafunterstand. Warum und was hat das mit der Speicherung des Wassers zu tun? Erstens bekommen die Tiere keine nassen Füße, da das Wasser abfließt und zweitens eignet sich das Dach eines Unterstandes hervorragend zum Wassersammeln. Plötzlich scheinen alle Dächer der Umgebung nur noch der Funktion des Wasserspeicherns zu dienen und sie erhalten einen großen Teil unserer Aufmerksamkeit. Wie ist die Neigung des Hauses, wie kann man die Regenrinne befestigen, wie baut man geschickt viele Regentonnen hintereinander, so dass sie alle volllaufen?
Mit diesen Überlegungen bewegen wir uns zu weiteren Punkten im Gelände und betrachten die Wassersituation an jedem Ort aufs Neue. Es entspinnen sich Diskussionen zwischen den Teilnehmern, an welche Stelle man am besten einen Teich oder eine Regentonne setzten sollte. Für und Wider werden genau betrachtet, hat der Teich einen Zufluss und einen Abfluss? Kommt das Wasser auf natürlichem Wege überhaupt sinnvoll an diese Stelle? Was kann man tun, wenn man das Wasser im Boden halten möchte? Die Diskussionen fokussieren sich mehr und mehr auf das Thema des Teiches und letztendlich erreichen wir dann auch den frisch angelegten Teich am unteren Ende des Grundstückes und bekommen die Möglichkeit diesen für ein paar Minuten still zu beobachten. Was nehmen wir am Teich wahr? Das Wasser ist relativ klar, es ist Bewegung im Wasser, einige Tiere bewegen sich auf und im Wasser, das Wasser hat verschiedene Höhen und Tiefen und es zieht alle Kinder magisch an, nunja, sie stehen schon fast komplett im Wasser. Einige Pflanzen schwimmen an der Oberfläche. Uli erklärt uns, dass all das in den Teich getragene organische Material zu einer langsamen Verlandung eines jeden Teiches führt, deshalb ist es doch sinnvoll einen Teich, welcher nicht schrumpfen soll, hin und wieder zu säubern. Nach weiteren Beobachtungen und Erörtern dieser kommen wir zum praktischen Teil des Tages. Der Rand des neu angelegten Teiches darf bepflanzt werden, außerdem sollen einige Bereiche des Ufers zur Stabilisierung mit Steinen befestigt werden. Wir lernen, welche Pflanzen sich gut zur Befestigung eignen, erfahren von der richtigen Beschaffenheit eines Ufers und haben viel Freude, Steine und Pflanzen um den Teich zu platzieren. Die Steine müssen richtig in den Boden geschlagen werden, damit sie halten…
Der Tag klingt aus, bei leckerem Salat, Sonnenschein, mit zufriedenen Teilnehmern und einer wunderschönen neuen Teichumrandung.

Lebendige Zäune pflanzen

Der Weidenbauworkshop in Marsdorf war ein voller Erfolg und wir durften uns über 13 fröhliche Teilnehmer freuen. Neben unserer Referentin Uli Meißner und Christiane, die schon wieder tolle Fotos für uns gemacht hat war auch ein Überraschungsgast mit viel Weidenbau-Erfahrung vor Ort. So wurde der Workshop gut aus verschiedenen Wissensquellen angefüllt und jede Frage konnte vielfältig beantwortet werden. Für den Workshop waren vier verschiedene Weidenarten vorhanden, die wir kennen lernen konnten: Silber-Dotterweide (Salix alba mit gelben Holz), Bruchweide (Salix fragilis), Salweide/Kätzchenweide (Salix caprea) und Korkenzieherweide (Salix matsudana ‚Tortuosa‘), nur die letzte wird nicht für den Zaunbau genutzt. Der optimale Pflanztermin für Weidenzäune wäre Anfang April gewesen, jedoch haben wir gelernt, dass dieser Nachteil durch gute Vorbereitung des Holzes ausgeglichen werden kann: dünne Äste und Austriebe entfernen, Stöcke nicht zu lang lassen. Auch ist durch die späte Pflanzung der Gießaufwand höher – aber dies sind nur kleiner Unannehmlichkeiten und kein Grund uns vom Bau abzuhalten. Der Bau verlief in mehreren Schritten: Zuerst wurde der Zaunverlauf festgelegt. Die Weiden sollten in einem Gefälle so stehen, dass das Wasser zu ihnen hin und nicht von ihnen weg fließt. Dann wurde ein knietiefer Pflanzgraben gezogen, in dem die Pflanzen später stehen sollten. Durch den hohen Steinanteil im Boden hatten wir Mühe den Graben auszuheben, schafften es aber mit vereinten Kräften und entsprechendem Werkzeug (Spaten, Spitzhacke, Brechstange). Danach wurden die Weidenäste vorbereitet. Sie wurden aus dem Teich gezogen, in dem sie für den Workshop zwischengelagert waren (man hätte auch frisch geschnittene Äste ohne Wasser für 3–4 Tage lagern können, aber wenn so ein Teich da ist, kann man ihn ja nutzen :). Dabei wurden sie nicht nur auf Länge geschnitten, sondern im gleichen Schritt auch abgestorbene Triebe und Äste aussortiert. Zurück blieben geeignete Äste mit Durchmessern zwischen 1 und 4 cm. Im Teich hatten sich Wasserwurzeln gebildet, die wir weitgehend entfernten, da diese sich in der Regel nicht an die Bedingungen des Erdreichs anpassen, in der Erde faulen und die Pflanzen dadurch schwächen. Wir stellten spannenderweise fest, dass die Wasserwurzeln der Bruchweide rot, die Wurzeln der übrigen Weiden aber weiß waren. Die aufbereiteten Äst wurden nun im Graben schräg in Wuchsrichtung und entgegengesetzt eingestellt und zu einem Rautenmuster verflochten. Dabei waren die vielen Hände sehr hilfreich, zu zweit oder zu dritt wäre es sicherlich schwer geworden. Zu Anfang wurden die Äste noch mit Schnur verbunden, später reichte die Stabilität des schon bestehenden Zaunes aus, um ihn zu halten. Beim Flechten wurde darauf geachtet, dass die Hölzer gleich dick sind, damit nicht die dicken Bäume, die schwächeren später unterdrücken. So wurde der Zaun von einer Seite zur anderen im Holz dünner, was auch so gewünscht war. Während des ganzen Flechtvorgangs wurden die Triebe auf etwa Brusthöhe herunter geschnitten, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren, aus diesem Grund müssen auch eventuelle Seitentriebe noch entfernt werden. Bis die Weiden wieder Wurzeln gebildet haben, würde zuviel Verdunstung ein Vertrocknen und damit den Tod der Äste bedeuten. Am Anfang und Ende des Zaunes wurde ein dicker Ast als Begrenzungspfahl zur Stabilisierung gesetzt. In den schon fertig geflochteten Bereichen wurde der Graben 20 cm mit der ausgegrabenen, von größeren Steinen befreiten Erde befüllt und dann mit viel Wasser ordentlich eingeschlämmt. Anschließend wurde der Graben mit Erde aufgefüllt, bis nur noch 10 cm Erde fehlten und in dieser Gießrinne nochmal mit ordentlich Wasser die Erde an die Äste gespült. Nach getaner Arbeit blieb nun zu hoffen, dass möglichst viele Triebe anwachsen – das wird sich zeigen. Manchmal sterben 5–10 % der Triebe aus solchen Zäunen ab und müssen ersetzt werden. Für ausreichend Vielfalt sorgten die verschiedenen Weidenarten, die bunt gemischt eingesetzt wurden.

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