Der Öase Marsdorf e.V.,

ist ein 2016 gegründeter bunter Zusammenschluss von Menschen aus Dresden und Umgebung mit dem gemeinsamen Anliegen einen nachhaltigen und offenen Anlaufpunkt zu gestalten. Motiviert durch aktuelle Entwicklungen der Beschleunigung von Lebensabläufen und Anonymisierung von Herstellungs- und Schaffensprozesse, wollen wir einen entschleunigten stadtnahen Ort der praktischen und selbst-erprobenden Erfahrung bieten. Unser Anliegen ist es, über praxisorientierte Veranstaltungen, solidarische Landwirtschaft, offene Projekte und Bildungsveranstaltungen Bezugspunkte zu unserer materiellen, sozialen und natürlichen Umwelt zu knüpfen. Hier sollen Sensibilisierung und Wertschätzung, Vernetzung und Begegnung, städtisches und ländliches Leben, Tradition und Moderne zusammenkommen.

Vereinssatzung

§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen Öase Marsdorf e.V.

  2. Er hat seinen Sitz in:

Dresden-Marsdorf

Marsdorfer Hauptstr. 71

01108 Dresden

und soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

  1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Ziele und Aufgaben des Vereins

  1. Ziel des Vereins ist es, mit dem Hof Öase Marsdorf eine dauerhafte offene Einrichtung zu schaffen die dem Erhalt kleinbäuerlicher Strukturen, Generationen übergreifender Nachhaltigkeit, der Sensibilisierung für Natur, Ökologie und traditionelle Landwirtschaft sowie dem gestalten des ländlichen Raums verschrieben ist. Dies soll durch solidarische Beteiligung an Arbeits- und Gestaltungsprozessen, Bildungsprogrammen, der Vernetzung Dresdner Netzwerke mit dem Hof Öase Marsdorf, offenen Angeboten und Einbindung von lokalen Bäuerlichen Strukturen/der Ortsbevölkerung in Kombination mit Bewohnern des Dresdner Stadtgebiets realisiert werden. Des weiteren soll durch Workshops und Orientierung an Ideen der Kultivierung ländlichen Raums Methoden der Tierhaltung, Lebensmittelanbau sowie die Instandhaltung der Streuobstwiese Ziel des Vereins sein.

  2. Aufgaben des Vereins sind es:

  • Dem Gedanken des Naturschutzes nachgehen, indem auf biologische Vielfalt geachtet und Gefährdungen von Ökosystemen und Arten entgegengewirkt wird

  • Durchführung/Beteiligung von/an Projekten im Bereich der Kinder- und Jugendbildung

    sowie Vorträgen, Fortbildungsveranstaltungen und Projekttagen für Teilnehmer aller

    Altersgruppen auf dem Gebiet der Denkmalpflege. Dabei soll eine Zusammenarbeit mit öffentlichen Verbänden, Körperschaften und Vereinen der Denkmalpflege stattfinden.

  • Menschen aller Generationen, Kulturen und Völker durch Bildungsprojekte und Eingliederung in Prozesse der solidarischen Landwirtschaft für Natur, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Kooperation, Toleranz und im Sinne einer internationalen Gesinnung zu sensibilisieren

  • Die Streuobstwiese und die angrenzenden Flächen zu kultivieren und zu erhalten

  • Kunst und Kultur durch „Hoffeste“ fördern

  • Das Praktizieren und die Förderung von Pflanzen- und Tierzucht im Kontext des

    Solidaritätsprinzip auf Streuobstwiese und angrenzenden Flächen

  • Die Region und ihre Besonderheiten den TeilnehmerInnen von Projekten näher bringen

  • Realisierung von Seminaren und Projekttagen die der Persönlichkeitsbildung, regionaler Vernetzung der Landwirtschaft, kulturellen Bildung, Entfaltung handwerklicher Fähigkeiten und dem Verständnis für Prozesse der Ökologie dienen und allen Generationen zur Verfügung stehen

§ 3 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung.

  1. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.

  1. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden keinerlei Ansprüche an das Vereinsvermögen.

  1. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

  1. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an den UFER Projekte Dresden e.V., der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen mit Vollendung des 18. Lebensjahres werden, die die Ziele des Vereins unterstützen.

  1. Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Jahresbeitrages und Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

  2. Es gibt die Möglichkeit, Fördermitglied zu werden. Fördermitgliedschaft bedeutet, den Verein finanziell wie ideell zu unterstützen ohne sich an den Rechten und Pflichten einer regulären Mitgliedschaft zu beteiligen. Fördermitglieder fördern den Verein durch einen selbst festlegbaren Jahresbeitrag. Der Mindestbetrag beträgt 15€.

  1. Die Mitgliedschaft wird erworben durch die Aufnahme durch den Vorstand bei einer 2/3 Mehrheit.

  1. Der Austritt eines Mitgliedes erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von drei Monaten zum Schluss des Geschäftsjahres.

  1. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen werden, wenn es den Vereinszielen zuwider handelt oder seinen Verpflichtungen gegenüber dem Verein nicht nachkommt. Gegen den Beschluss kann das Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen. Diese entscheidet endgültig. Das Mitglied ist zu der Versammlung einzuladen und anzuhören.

§ 5 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

  1. Die Mitgliederversammlung.

  2. Der Vorstand

Jedes Organ fertigt über seine Sitzungen innerhalb von maximal zwei Wochen schriftliche Protokolle an.

§ 6 Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Sie wird in der Regel vom Vorstandsvorsitzenden geleitet.

  2. Die Mitgliederversammlung stellt die Richtlinien für die Arbeit des Vereins auf und entscheidet Fragen von grundsätzlicher Bedeutung. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere:

  • Wahl und Abwahl des Vorstandes

  • Beratung über den Stand und die Planung der Arbeit

  • Genehmigung des vom Vorstand vorgelegten Jahresinvestitionsplanes

  • Beschlussfassung über den Jahresabschluss

  • Entgegennahme des Geschäftsberichtes des Vorstandes

  • Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes

  • An- und Verkauf von Grundbesitz

  • Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und die Auflösung des Vereins

  1. Zur Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung mindestens vier Wochen vorher schriftlich eingeladen. Sie tagt so oft es erforderlich ist, in der Regel einmal im Jahr.

  2. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn mindestens 25 % der Mitglieder sie unter Angabe von Gründen verlangen. Sie muss längstens fünf Wochen nach Eingang des Antrags auf schriftliche Berufung tagen.

  3. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist; ihre Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst.

  4. Bei Beschlussunfähigkeit kann die Mitgliederversammlung erneut und zeitlich unmittelbar darauf einberufen werden; diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig

  5. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Hierbei kommt es auf die abgegebenen gültigen Stimmen an.

  6. Über die Beschlüsse und, soweit zum Verständnis über deren Zustandekommen erforderlich, auch über den wesentlichen Verlauf der Verhandlung, ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie wird vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterschrieben.

§ 7 Vorstand

  1. Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus dem 1. und 2. Vorsitzenden und dem Schatzmeister. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

  2. Die Mitglieder des Vorstands sind ehrenamtlich tätig.

  3. Zur rechtsverbindlichen Vertretung genügt die gemeinsame Zeichnung durch zwei Mitglieder des Vorstandes.

  4. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt 2 Jahre. Sie bleiben bis zur Bestellung des neuen Vorstandes im Amt.

  5. Der erweiterte Vorstand besteht aus dem Vorstand, bis zu drei Beisitzern und dem Schriftführer.

  6. Der Vorstand soll in der Regel vierteljährlich tagen.

  1. Der erweiterte Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom 1. oder 2. Vorsitzenden einberufen werden. Eine Tagesordnung ist nicht notwendig. Der erweiterte Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.

  2. Die Beschlüsse sind schriftlich zu protokollieren und von dem Vorstandsvorsitzenden zu unterzeichnen.

§ 8 Satzungsänderungen und Auflösung

  1. Über Satzungsänderungen, die Änderung des Vereinszwecks und die Auflösung entscheidet die Mitgliederversammlung. Vorschläge zu Satzungsänderungen, Zweckänderungen und zur Auflösung sind den stimmberechtigten Mitgliedern bis spätestens einen Monat vor der Sitzung der Mitgliederversammlung zuzuleiten. Für die Beschlussfassung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.

  2. Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen.

  3. Bei Auflösung, bei Entziehung der Rechtsfähigkeit des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das gesamte Vermögen an einen gemeinnützigen Verein der gleiche Zwecke verfolgt, und zwar mit der Auflage, es entsprechend seinen bisherigen Zielen und Aufgaben ausschließlich und unmittelbar gemäß § 2 zu verwenden.